Krank gehört nach Hause, nicht in die Schule

Ein krankes Kind zu Hause zu betreuen, ist für Familien nicht immer einfach. Berufliche Verpflichtungen, Termine, Geschwisterkinder und fehlende Betreuungsmöglichkeiten machen die Situation manchmal schwierig.

Trotzdem gilt: Ein krankes Kind gehört nach Hause!

Nicht nur, weil es selbst Ruhe und Erholung braucht. Sondern auch, weil Schule eine Gemeinschaft ist. Ein Kind bringt seine Infektion nicht allein mit. Es kann sie an MitschülerInnen und Lehrkräfte weitergeben.

Wenn ein Kind Medikamente braucht, um den Schultag zu schaffen

Wenn ein Kind Fiebersaft, Paracetamol oder ein anderes fiebersenkendes Medikament braucht, damit es überhaupt am Schulalltag teilnehmen kann, gehört es nicht in die Schule.

Fiebersenkende Medikamente können die Körpertemperatur senken und Beschwerden lindern. Sie machen aus einem kranken Kind aber kein gesundes.

Wenn ein Kind morgens nur deshalb fit genug für die Schule erscheint, weil die Symptome vorher medikamentös unterdrückt wurde, ist das kein Zeichen dafür, dass es wieder gesund ist. Es braucht weiterhin Ruhe und Zeit zur Erholung.

Das gilt natürlich nicht für Medikamente, die ein Kind aufgrund einer chronischen Erkrankungen regelmäßig benötigt. Gemeint sind akute Erkrankungen, bei denen ein Medikament notwendig ist, damit das Kind den Schulvormittag überhaupt bewältigen kann.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht: „Schafft mein Kind den Schultag irgendwie?“

Sondern:

„Ist mein Kind wirklich wieder gesund genug für einen normalen Schulalltag?“

Schule ist kein Ort zum Auskurieren

Ein Schulalltag